Alle Elemente einer Schießstätte unterliegen natürlichem Verschleiß, sei es durch Witterungseinflüsse oder intensive Nutzung. Besonders betroffen sind jedoch Geschossfangsysteme, da sie durch direkten Beschuss einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Eine sichere und effiziente Energieaufnahme und -ableitung nach dem Zieldurchgang ist daher essenziell.

Die hohen Investitionskosten für Anschaffung und Reparaturen solcher Systeme machen eine wirtschaftlich effiziente Nutzung unerlässlich. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass Wartungsintervalle aus Kostengründen oder Zeitmangel hinausgezögert werden. Dies führt zu erhöhtem Verschleiß und kann erhebliche betriebswirtschaftliche und sicherheitstechnische Konsequenzen haben. Beispielsweise erfordert ein überlasteter Polythermogeschossfang in einer Standardschießstätte (25 m, 4 Bahnen) schnell 3–5 Tage Stillstandszeit sowie rund 30 Arbeitsstunden für die Instandsetzung.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass regelmäßige Inspektionen und rechtzeitige kleinere Reparaturen über die gesamte Nutzungsdauer hinweg wirtschaftlich sinnvoll sind. Sie minimieren das Risiko plötzlicher Ausfälle, reduzieren Stillstandszeiten und verhindern Sicherheitsrisiken wie Ab- und Rückpraller.
Durch eine strategische Wartungsplanung, beispielsweise durch den gezielten Einsatz ballistisch neutraler Ausfachungen in den Haupttrefferzonen von Sand- und Granulatgeschossfangsystemen, lässt sich der Wartungsaufwand erheblich reduzieren. Eine konsequente Aufklärung über die Vorteile kontinuierlicher Pflege kann zudem helfen, Kosten – insbesondere für kleinere Vereine – zu senken und verfügbare Finanzmittel effizient einzusetzen.
Da die Thematik komplex ist, empfiehlt sich bei weiterführenden Fragen die Beratung durch einen Schießstandsachverständigen.
Kommentar hinzufügen
Kommentare